thay hat uns einen etwas paradoxen impuls gegeben am letzten dienstagsteaching. nicht immer alles hinterfragen, einfach machen.
andererseits sollen wir unsere motivation durchleuchten, klarheit erlangen über unsere gründe. ein klarer hinweis darauf, dass wir aus der balance geraten sind und alles übermäßig zweifelnd zerlegen. freudlosigkeit.
freudvolles handeln. gleichgewicht zwischen kopf und herz, verständnis und analyse. verständnis im sinne von mit dem herzen annehmen und akzeptieren, wie es ist ohne es auseinanderzunehmen. analyse im sinne von in seine einzelnen faktoren aufspalten.
gestern habe ich mir eine kleine massagelehre vom fuchs geben lassen, ihn und später mit einer 30min massage einen der masseure massiert. letzterer ist ein grenzgänger, ein christ, der in einer buddhistischen praxis arbeitet. ein guter freund, dem ich schon einmal vor einer weile eine massage gegeben habe und jetzt mit ganz vielen neuen impulsen und mehr struktur.
wenn ich soviel zeit und raum habe arbeite ich gezielt mit energie beim massieren. bei ihm umsomehr, weil ich weiß, dass er damit umgehen kann und eine harmonie zwischen uns herrscht. für ihn fühlte es sich so an, als würde ich seine energiekanäle freischaufeln, er spürte anfangs sein herz vermehrt schlagen und sich angeregt und gleichzeitig entspannt. andererseits speichert er sehr viel in seinem magen, da hat meine massage auch massiv gewirkt. (ich habe rücken, am ende füße und beine massiert) er meinte das letzte mal wäre da jemand so rangekommen und hätte es sich so ähnlich angefühlt, als einer der meister eine akupunktur gemacht hat. das war schon ein sehr schönes feedback für mich. früher habe ich sehr gezielt daran gearbeitet energiekanäle im körper meiner freunde freizumachen, wenn ich mal massiert habe. sehr starke energetische arbeit, ohne angst und wenn und aber. blind auf mein gefühl vertraut. jetzt finde ich auch hier eine balance zwischen bewusster arbeit am muskel und leiten lassen durch die energie und gleiten mit der energie.
warum massiere ich? als thay mir zusagte, dass ich jetzt massieren lernen dürfe, dachte ich zuerst - warum macht er das? mein ego wird gefüttert. dann habe ich gefühlt, dass ich dadurch sicherheit bekommen habe weiterzugehen. ich war gelähmt von meiner unsicherheit und hilflosigkeit, bin aus dem gefühl nichtmehr rausgekommen. durch das wissen, ich darf massieren lernen habe ich wieder mehr sicherheit bekommen - selbstdefinition über fähigkeiten. ich liebe es mit meinem körper und energien zu arbeiten. das macht mir spaß, das kann ich gut.
andererseits möchte ich mich auch auf die bestmögliche weise einsetzen. ich fühlte mich verschwendet - da unten in der anmeldung zu setzen und patientenkartei aus vier jahren in den computer einzutippen. gleichzeitig war das auch meine zenarbeit.
jetzt mache ich beides.
ich will helfen, weil ich will, dass es den menschen besser geht und sie weitergehen. ich kann stockende energie darin unterstützen wieder zu fließen und die entfaltung der lebensenergie unterstützen.
diese arbeit hilft mir darin mich zu öffnen.
Hue Hy - 27. Nov, 06:19
gestern. ich war angsterfüllt und verschlossen. gleichzeitig war gestern mein erster massagetag, was bedeutet, dass eine riesengroße diskrepanz zwischen innerem gefühl und äußerer arbeit vorhanden war. ich bin zuerst der renkmama gefolgt. sie ist auch so eine kleine seelsorgerin. wir waren am wochenende in kontakt miteinander gekommen, wo sie mich kind nannte und ich sie spielerisch mama. wir haben darüber gesprochen, letztlich schwang das thema emotion immer zwischen uns. das thema, das gerade für mich so anstrengend ist, an dem ich so eigensinnig am rumtanzen bin.
dienstag abend zen-abend - mit welchen eigenschaften haben wir die meisten probleme - wo sitzen diese eigenschaften in unserem körper - dort entstehen meistens auch die krankheiten und probleme. herz zumachen, schützen, verspannungen; kehle schließen, verschließen, kopf einziehen, verspannungen, solarplexus/magen, magen brennen.
also war klar, ich war verspannt und hatte mein herz hübsch zugemacht. immer wieder bin ich mit dem fuchs aneinander gerasselt, der meinte, ich wäre nicht ehrlich, weil ich nicht offen wäre, und ich meine, ich bin ehrlich, auch wenn ich nicht offen bin ihm gegenüber. einrenkfrau (die mama ist voll gut darin) sehr liebevoll, weich, offen, fürsorglich, ihre massage kraftvoll und problemorientiert. der fuchs sehr direkt, harsch, seine massage sehr intim, besinnlich, beruhigend, liebevoll. mit diesen beiden personen habe ich grob gesagt meinen gestrigen tag verbracht. eine emotionale achterbahn. abgrenzen und gleichzeitig auf die massage einlassen. zugucken, aufnehmen, lernen. der fuchs immer wieder zwischendurch total nett. einfach schön mit ihm zusammenzusein. die mama sagte, wenn ich drüber reden will, ist sie da. akzeptanz dessen, wo und wie ich gerade bin, tür offen haltend.
anzicken mit dem fuchs ist ein großer fortschritt. ich schlucks nichtmehr, ich wehre mich, ich stehe zu mir, ich halte zu mir.
nachmittags um fünf war ich völlig platt. diese diskrepanz - innerer aufruhr, besinnliche massage. einlassen, im moment sein. mich der massage öffnen, der person gegenüber in hab-acht-stellung bleiben. da waren immer wieder momente des kontaktes.
ich durfte eine massage machen, die mich innerlich warm und zufrieden gemacht hat. massieren ist herz-öffnung sagte einer der mönche heute zu mir, das ist gut. er muss es lernen, ich muss es lernen, wir beide lernen gerade massieren.
abends war ich draußen mit dem fuchs. wieder das thema öffnung. er sagte, wenn man sich öffnet hat man keine angst mehr. ja. dann sind die dinge einfach. die angst, dass mein gegenüber nicht mag, was ersie sieht, war.
eine andere sache ist die sinnlichkeit, wo es in mir arbeitet. meine sinnlichkeit macht einen riesigen teil meiner lebensfreude aus. hier bin ich verkopft geworden und habe diesen teil ziemlich ausgespart. im letzten zen-kurs war das ein tagesthema und jetzt am dienstag war das ein großer impuls an eine der nonnen, die in meiner dreiergruppe war. nimm deine sinnlichkeit an, sinnlichkeit ist nicht sexualität sondern im reinsten wortsinn - sinn-lichkeit. für mich ist diese sinnlichkeit bisher brücke gewesen zwischen meinen gefühlen und meinem kopf. durch theater, pantomime, clown nochmal verstärkt + bewusst genutzt. über die sinnlichkeit verbindung zwischen emotion und geist geschaffen.
gestern abend war das so präsent für mich, dass ich mich zurück in meine sinnlichkeit habe fallen lassen, die wiederum massiv leichtigkeit und lebensfreude - pures joyful - ist, wo ich mich öffnen und meine gefühle leben konnte, aus reiner lebensfreude heraus. mit dem fuchs tanzen. liebe annehmen und leben, ohne dass sie zu herausfordernder, aggressiver leidenschaft wird.
Hue Hy - 26. Nov, 10:46
Gespräch mit dem Fuchs.
Das erste Mal seitdem ich hier bin, dass ich relativ offen in eines Menschen Augen geblickt habe.
Und er sagte, da ist eine Mauer. Er kann nicht tiefer blicken. Wieder die Frage, warum ich mich nicht öffne. Angst vor Verurteilung, Verletzung, Angst vor Veränderung.
Ich verändere mich. Langsam, sicher. Schritt für Schritt, so wie ich es will.
So Sessions wie eben hinterlassen in mir eine tiefe Sehnsucht danach mich zu öffnen.
Ich vertraue dem Fuchs nicht, ich vertraue niemandem. Vertrauen ist in diesem Moment das Gefühl mich öffnen zu können ohne automatisch verletzt zu werden.
Diese riesengroße Angst vor Verletzung. Ich habe keinen Selbstschutz, der mich heilt. Keine Grenzen, die mich schützen. Wenn ich mich öffne, kann mein Gegenüber mir unsäglich wehtun, weil ich mich selbst nicht liebe. Da ist nichts, was mich schützt.
Und jetzt schießt mir der Gedanke durch den Kopf "Ich bin eine wirklich freudlose Person.". Andererseits steigere ich mich immer weiter in meine Angst und Verletzungsemotion hinein, das Leid wird immer größer, push...bis ich springe. Wie schon einmal. Danach kommt die Freiheit. Jetzt nichts als ein leeres Wort.
los.
Zitternd
starre ich dem Tod ins Gesicht.
Angst
Angst
Angst
ich habe Angst.
Mit großen, furchterfüllten Augen
aus dem Schatten ins Licht blickend.
Mich selbst umarmend
Fingernägel krallend in mein Fleisch
Wunden zufügend und süß blutend.
Spring
schreit mein Verstand
Nein
schreit mein Gefühl
Wahrheit
sagt mein Herz.
-
-
-
Das Licht brennt mir die Augen aus.
Das Licht zerfrisst meinen Körper.
Das Licht zerschmettert mein Fühlen.
grenzenlos
geboren
21.08.05
Hue Hy - 24. Nov, 19:16
rollensprünge, auf und nieder.
ein mensch, mit dem ich viel energie teile, um ihm bei nächsten mal wieder ganz fremd zu sein. energieteilen überbrückt fremdheit nicht immer, mangelndes vertrauen dank wechselhaftigkeit. instabilität.
ein mensch, durch den ich meine sexualität spiegeln kann, meine sexuelle energie und kraft, ziemlich gefahrlos. der für eine längere weile von ca. 10 monaten hier verweilen wird und dann weiter in die große welt zieht. eventuell, alles unter der folie von wahrscheinlich.
vertraue meiner intuition.
meine intuition lässt zu, dass ich diesem menschen gebe, mit ihm teile, von ihm nehme, aber nur zu bestimmten zeitpunkten. instabilität.
ich spiele mit dieser beziehung. ist das authentisch? ich bin eine katze. ich spiele gerne. unauthentisch. ich verstecke mich aus angst hinter spielweisen, angst vor verletzung.
ich spüre das verlangen danach diese person abhängig zu machen um sicherheit und liebe von ihm zu erhalten. und wenn ich das bekommen würde weiß ich, dass mir das schon wieder zuviel nähe wäre. unabhängig von diesem verlangen steht der wille mich mit diesen mustern auseinander zu setzen und sie freizulassen.
aus dem bewusstsein heraus, dass ich liebe für mich neu definiere. ich hatte in der letzten nacht einen traum von meinem letzten beziehungspartner, was mir sehr deutlich meine intensive emotionale auseinandersetzung mit dem thema gespiegelt hat. ich will liebe annehmen und geben, für den augenblick, frei von verpflichtung. ich will von augenblick zu augenblick mit dem strom des lebens gehen. so fühlt sich freiheit in diesem moment für mich an. mich irgendwo festzuhalten fühlt sich an wie festkleben, wie aufhalten, reibungsenergie erzeugen, energieverlust. der strom fließt nur in eine richtung, es gibt kein zurück. kein anhalten. es gibt nur die stetige bewegung, die beständige veränderung. das gibt mir sicherheit. und vertrauen. ich weiß, dass ich im fluss bin mit allen anderen. was uns jetzt belastet, anhaftet, werden wir irgendwann loslassen können. je mehr wir loslassen, desto freier können wir uns bewegen.
was ich jetzt loslassen möchte ist meine anhaftung an personen.
das erreiche ich momentan über meine neudefinition über meine fähigkeiten. das ist ein ausweichpfad, der es mir ermöglicht emotional wieder stärker ins gleichgewicht zu kommen. das ist eine sicherheit, die ich brauche um weiterzugehen. sonst falle ich in meine hilflosigkeit. stucked in unsicherheit.
ich darf jetzt massieren lernen. in dem feld kann ich mich wunderbar ausprobieren, energetisch arbeiten, körperlich arbeiten. beides fehlt mir. durch beides fühle ich mich leistungsfähig und lebendig.
warum ist es so wichtig leistungsfähig zu sein? es ist nicht wichtig leistungsfähig zu sein. sagt mein kopf. mein gefühl sagt, dass ich über das massieren einen platz für mich finde, wo ich sicher bin. wo ich etwas sinnvolles lerne, wo ich mich weiterentwickle auf allen ebenen. ich habe einen hunger nach weiterentwicklung.
ich hatte gestern eine akupunktur bei thay, bei dem ich das gefühl ansprach entweder absolut in meinen bedürfnissen und meiner unsicherheit zu sein oder meine gefühle wegzublocken -> und meinem wunsch nach einer brücke. daraufhin setzte er die nadeln zur unterstützung des prozesses. mein weg gerade beruht auf den emotionen, die seit diesem und dem impuls davor - dark sides - entstehen/da sind.
Hue Hy - 19. Nov, 14:35
aus der sicherheit
in die unsicherheit katapultiert.
stucked in darkness
I can see no way in
nor out. anyway
it is illusion.
illusion of insecurity, I know.
the sadness indisde
it's illusion, I know.
I hold on sadness, I don't want to stay on my own. I don't want to be as strong as I can be. I want attention. I want people to care about me. I am strong. But only as strong as you can accept me. I behave kind. Actually there are a lot of things I don't want to do. But I do them for you. Because I would like you to love me. I hide. I don't love myself as I am. So how can you love me as I am? I don't want to hurt you. Because I am afraid to be wounded by you. When I have got needs, I hide. I run away. Because I would like to stay on my own. I don't accept me needing others. Others would hurt me. I don't want to be hurt. When I run away, others have no chance to love me. Anyway.
I am strong. I don't want to hide.
I have needs. I don't want to hide. But I need to hide. Otherwise you won't love me.
You love me. I'm lovable with all my needs. I don't need to hide. I would like to give you the chance to love me as I am. But I'm afraid. I have the courage to be. I have the courage to love myself.
Ich habe den Mut mich selbst zu lieben. Ich gebe dir die Chance mich so zu sehen, wie ich bin. Ich gebe dir die Chance mich so zu mögen, wie ich bin.
Mein Satz: Ich liebe mich so, wie ich bin.
Hue Hy - 15. Nov, 19:38
zen-seminar.
judging. ich habe thay das erste mal dinge gefragt und ihn erlebt. es ist für mich schwer über das gefühl zu schreiben. ich fühlte mich mit meinem ganzen sein anerkannt und gesehen. nicht bewertet, aber dennoch gesehen. weder schlecht noch gut. angenommen.
wie man gefühle verändert ohne sie zu bewerten. zu beurteilen. beurteilung bedeutet nicht anzunehmen, anzuerkennen, bedeutet, zu verneinen, wegzudrängen, nicht zu sein, wer man ist. im moment sein. das gefühl sehen. das gefühl annehmen. seine effekte sehen. auf der grundlage der wahrnehmung, wenn es schädlich ist, verändern.
thay sagte, ich muss meine dunklen seiten akzeptieren/anerkennen, weil sie sonst ein großes hindernis in meiner praxis werden. das bedeutet auch sie auszuleben, wenn andere über mich urteilen. das ist nicht schlimm. es bedeutet nicht, dass andere mich nicht lieben oder mögen.
außerdem sich auf eine sache zu konzentrieren. im moment auf eine sache konzentrieren.
als thay mir meinen dharmanamen gab war das für eine kurze zeit wie ein freibrief für mich. ich war ultraglücklich, weil ich das gefühl hatte - joyful! jetzt darf ich mich ausleben! - ehe ich wieder auf den boden kam und mir dachte - na toll. aber was bedeutet das eigentlich? ist das meine stärke, meine schwäche, joyful auf welche weise?
jetzt habe ich das gefühl und den eindruck, dass meine erste intuition bezüglich des namens richtig war. und das macht mich zusätzlich froh. ich kann einen weg weitergehen, in den mein erster richtungssinn mich geführt hat. ehe ich anfing zu denken, zu werten und zu urteilen und mich in viele richtungen zu lenken.
ich will meine dunklen seiten ausleben, weil ich nur dann das gefühl dafür bekomme, wer ich wirklich bin. ich will ich sein. niemand sonst. ich bin gut. so wie ich bin.
the master of all hat mir diese aufgabe gegeben und das bedeutet, dass ich bleiben kann, auch wenn die leute jetzt zornig auf mich werden.
nicht angenommen zu werden ist zur zeit meine größte angst und dass thay mich darin unterstützt zu sein, wie ich bin, gibt mir den background mit meinen schattenseiten nach außen zu gehen. er sagte, außen spiele ich viele rollen, je nach person, mit der ich zusammen bin. für mich selbst bin ich, wie ich bin.
das ist gut. ich habe einen anhaltspunkt, an den ich immer wieder zurück kehren kann.
ich darf sein, so wie ich bin. mich daran erinnern, entspannen.
Hue Hy - 15. Nov, 06:54
ich hatte heute eine unterhaltung mit mr. mönch über freundschaft. mit niemandem hier sind wir richtig befreundet, weil überall die erfahrung drinsteckt, dass man immer in unterschiedlichen stimmungen und prozessen drinhängt und deshalb oft zurückgewiesen wird.
die art von vertrauen und freundschaft, die ich verwirklichen möchte und die für mich beste freunde bedeutet, ist die annahme und akzeptanz des anderen, egal in welcher stimmung ich mich befinde und in welcher stimmung er sich befindet.
er fragte, ob das realistisch ist. und ich sagte aus ganzem herzen ja, weil ich das glück habe eine derartige freundschaft erfahren zu dürfen.
und es ist die art von freundschaft, von begegnung, die ich massiv mit jedermann übe. mit offenem herzen meinen gegenüber akzeptieren und annehmen, wie er in dem augenblick ist. nicht urteilen, nur sehen und annehmen.
das war ein sehr interessantes gespräch, in dem viel emotion steckte, viele möglichkeiten, viel energie. ich habe ein bischen das gefühl, dass er zur hälfte vor mir wegläuft. was seinem angsttyp entsprechen würde, wie mir gerade bewusst wird. wie auch immer. ich bin jetzt stark genug um einfach da zu sein. nicht immer. aber oft genug um das versprechen machen zu können, dass ich stark genug bin, mein versprechen zu halten - dass ich mit ihm zusammensein möchte, egal in welcher stimmung er sich befindet oder in welcher stimmung ich mich befinde. das ist dharma.
Hue Hy - 9. Nov, 17:45
medizin-buddha-fest. ein wahrhaft joyful-les fest. joyful, weil joyful wisdom ganz viel arbeitet. öffnet. erinnert, offenbart. sich selbst, ihrer schwester, dem raum.
was gibt es da zu eröffnen?
viele viele erinnerungen an energien, an erfahrungen und erlebnisse, die außerhalb meiner menschlichen erfahrung liegen. erinnerungen an das vergehen von macht, an macht und stolz und kälte.
die unsicherheit und die sicherheit ergeben ein bild. diese zwei emotionen heben einander auf. ich bin dann weder unsicher noch sicher, sondern einfach im jetzt. einfach da.
der stolz und die verletzung. der stolz fühlt sich an wie die erfassung all meiner sinne und meines wesens. dadurch komme ich in meine mitte und sehe klarer nach außen. das machtbewusstsein ist ein kaltes bewusstsein. ihm fehlt die wärme, das mitgefühl. es ist absolut ich-bezogen. andere nehmen dies als arroganz wahr und fühlen sich abgestoßen.
die verbindung dieser kraft mit meiner verletzlichkeit ergibt einen mittelpunkt. verletzungen lösen sich dadurch auf, weil sie meinen selbstwert nicht betreffen. sie werden in den moment zurückverwiesen, in dessen kontext sie standen.
diese andere seite von mir bringt mich ins gleichgewicht. sie verweist mich auf mich selbst zurück und gibt mir mehr klarheit.
für mich ist in diesem augenblick wichtig den prozess weiterzuführen und nicht in dieser struktur, die mir für den moment ganz hilfreich ist, steckenzubleiben.
es geht jetzt darum meine kraft zu fokussieren mich voll und ganz auf den dharma auszurichten. mit all meinem willen und wesen diesen weg zu gehen. das löst freude in mir aus.
das eine findet in der praxis statt, in der täglichen begegnung mit anderen menschen - das andere findet vor allem in mir, in meinem kopf und meinem herzen statt. innen - außen.
Hue Hy - 8. Nov, 10:43
ich bin orientierungslos. alle grenzen verwischen. nichts, wo ich andocken kann um sicherheit zu gewinnen. sicherheit im sinne von orientierung. ich bin angespannt.
die orientierung betrifft meine orientierung in der gemeinschaft. alle lassen mich einfach so da sein wie ich bin und machen ihr ding. mein herz wünscht sich, dass einfach mal jemand auf mich zukommt und sagt - hey, lass uns reden. sich mir öffnet.
welchen sinn hat begegnung, wenn wir uns einander nicht öffnen? sind wir dann wirklich anwesend? ich habe nicht das gefühl einer anderen person wirklich zu begegnen, wenn unsere herzen verschlossen sind.
mein herz offen zu halten erfordert achtsamkeit und training. das training der achtsamkeit. achtsamkeit auf mich selbst gerichtet, nicht auf andere.
ich habe das gefühl, dass meine stärken auf meinen schwächen aufbauen. meine stärken waren größtenteils kompensation meiner wunden.
welche stärken besitze ich wirklich? mitgefühl.
das ist das einzige, was sich durch alle wesensebenen zieht.
einfach ich sein. das ist viel schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte.
überfordert davon ich zu sein. rollenfrei.
Hue Hy - 4. Nov, 15:11