Mittwoch, 4. November 2009

orientierungslos

ich bin orientierungslos. alle grenzen verwischen. nichts, wo ich andocken kann um sicherheit zu gewinnen. sicherheit im sinne von orientierung. ich bin angespannt.
die orientierung betrifft meine orientierung in der gemeinschaft. alle lassen mich einfach so da sein wie ich bin und machen ihr ding. mein herz wünscht sich, dass einfach mal jemand auf mich zukommt und sagt - hey, lass uns reden. sich mir öffnet.
welchen sinn hat begegnung, wenn wir uns einander nicht öffnen? sind wir dann wirklich anwesend? ich habe nicht das gefühl einer anderen person wirklich zu begegnen, wenn unsere herzen verschlossen sind.
mein herz offen zu halten erfordert achtsamkeit und training. das training der achtsamkeit. achtsamkeit auf mich selbst gerichtet, nicht auf andere.
ich habe das gefühl, dass meine stärken auf meinen schwächen aufbauen. meine stärken waren größtenteils kompensation meiner wunden.
welche stärken besitze ich wirklich? mitgefühl.
das ist das einzige, was sich durch alle wesensebenen zieht.
einfach ich sein. das ist viel schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte.
überfordert davon ich zu sein. rollenfrei.

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