Donnerstag, 26. November 2009

sensuality

gestern. ich war angsterfüllt und verschlossen. gleichzeitig war gestern mein erster massagetag, was bedeutet, dass eine riesengroße diskrepanz zwischen innerem gefühl und äußerer arbeit vorhanden war. ich bin zuerst der renkmama gefolgt. sie ist auch so eine kleine seelsorgerin. wir waren am wochenende in kontakt miteinander gekommen, wo sie mich kind nannte und ich sie spielerisch mama. wir haben darüber gesprochen, letztlich schwang das thema emotion immer zwischen uns. das thema, das gerade für mich so anstrengend ist, an dem ich so eigensinnig am rumtanzen bin.
dienstag abend zen-abend - mit welchen eigenschaften haben wir die meisten probleme - wo sitzen diese eigenschaften in unserem körper - dort entstehen meistens auch die krankheiten und probleme. herz zumachen, schützen, verspannungen; kehle schließen, verschließen, kopf einziehen, verspannungen, solarplexus/magen, magen brennen.
also war klar, ich war verspannt und hatte mein herz hübsch zugemacht. immer wieder bin ich mit dem fuchs aneinander gerasselt, der meinte, ich wäre nicht ehrlich, weil ich nicht offen wäre, und ich meine, ich bin ehrlich, auch wenn ich nicht offen bin ihm gegenüber. einrenkfrau (die mama ist voll gut darin) sehr liebevoll, weich, offen, fürsorglich, ihre massage kraftvoll und problemorientiert. der fuchs sehr direkt, harsch, seine massage sehr intim, besinnlich, beruhigend, liebevoll. mit diesen beiden personen habe ich grob gesagt meinen gestrigen tag verbracht. eine emotionale achterbahn. abgrenzen und gleichzeitig auf die massage einlassen. zugucken, aufnehmen, lernen. der fuchs immer wieder zwischendurch total nett. einfach schön mit ihm zusammenzusein. die mama sagte, wenn ich drüber reden will, ist sie da. akzeptanz dessen, wo und wie ich gerade bin, tür offen haltend.
anzicken mit dem fuchs ist ein großer fortschritt. ich schlucks nichtmehr, ich wehre mich, ich stehe zu mir, ich halte zu mir.
nachmittags um fünf war ich völlig platt. diese diskrepanz - innerer aufruhr, besinnliche massage. einlassen, im moment sein. mich der massage öffnen, der person gegenüber in hab-acht-stellung bleiben. da waren immer wieder momente des kontaktes.
ich durfte eine massage machen, die mich innerlich warm und zufrieden gemacht hat. massieren ist herz-öffnung sagte einer der mönche heute zu mir, das ist gut. er muss es lernen, ich muss es lernen, wir beide lernen gerade massieren.
abends war ich draußen mit dem fuchs. wieder das thema öffnung. er sagte, wenn man sich öffnet hat man keine angst mehr. ja. dann sind die dinge einfach. die angst, dass mein gegenüber nicht mag, was ersie sieht, war.
eine andere sache ist die sinnlichkeit, wo es in mir arbeitet. meine sinnlichkeit macht einen riesigen teil meiner lebensfreude aus. hier bin ich verkopft geworden und habe diesen teil ziemlich ausgespart. im letzten zen-kurs war das ein tagesthema und jetzt am dienstag war das ein großer impuls an eine der nonnen, die in meiner dreiergruppe war. nimm deine sinnlichkeit an, sinnlichkeit ist nicht sexualität sondern im reinsten wortsinn - sinn-lichkeit. für mich ist diese sinnlichkeit bisher brücke gewesen zwischen meinen gefühlen und meinem kopf. durch theater, pantomime, clown nochmal verstärkt + bewusst genutzt. über die sinnlichkeit verbindung zwischen emotion und geist geschaffen.
gestern abend war das so präsent für mich, dass ich mich zurück in meine sinnlichkeit habe fallen lassen, die wiederum massiv leichtigkeit und lebensfreude - pures joyful - ist, wo ich mich öffnen und meine gefühle leben konnte, aus reiner lebensfreude heraus. mit dem fuchs tanzen. liebe annehmen und leben, ohne dass sie zu herausfordernder, aggressiver leidenschaft wird.

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