Donnerstag, 3. Dezember 2009

Zum Frühstück Wesenskonglomerate

momentan staut sich wieder recht viel wut in mir. aber sie ist so diffus, so ungreifbar, dass sie mir irgendwie unreal erscheint. es ist eine wut, die nur existiert, damit sie meine strukturen schützt.
meine strukturen verbrauchen soviel energie, dass ich gestern erneut völlig geplättet war und einfach nur eine liebende stimme hören wollte, erneut meine liebste freundin anrief und mich mit ihr austauschte. sie gab mir die erinnerung an ein gefühl zurück, gab mir das gefühl in dem moment zurück von weiser liebe. von liebe die wunden verbindet ohne zu verhätscheln. eine liebe, die anteil nimmt und weitergeht. einer liebe für den moment. einer weisheit aus dem herzen, aus den strömen heraus.
ströme. ich habe in den vergangenen tagen-wochen daran gearbeitet den strömen zu folgen.
kräfte in mir. es gibt einen kräfteverbund der liebenden güte, den ich jetzt wieder verwirklichen möchte. dazu gehört stärke, liebendes mitgefühl, grenzüberschreitung, eigensinn, überheblichkeit.
ich bekomme das gefühl, dass es kein ich gibt. es gibt nur unmengen an verschiedenen geistesfaktoren, aus denen ich mich zusammensetze. dadurch ist es umso stärker meine entscheidung, wie ich mich zusammensetze, wie ich lebe, wer ich mich entscheide zu sein. die strukturen, die ich bisher gelebt habe sind vielfältig, die aktuellen sind nicht die schönsten. es gab eine zeit, da war ich wie ein kristall. das war eine sehr schöne struktur, aber auch eine sehr scharfe.
eine andere kraftvolle zusammensetzung war stärke, intellekt, kontrolle, arroganz, grenzüberschreitung, selbstsicherheit.
vielleicht sind das tatsächlich die konglomerate der weiblichen und männlichen kraft und energie in mir in ihrer jeweils kraftorientiertesten ausrichtung. Feuer und Eis, wie in der aufstellung am dienstag abend auch die energie von der frau wahrgenommen wurde, die ihre männlichen anteile und ihre weiblichen anteile aufgestellt hat.
Vom Gefühl her ist das erste Konglomerat heilsam und wärmend, während das zweite ein Schwert ist, für das ich sehr viel Achtsamkeit benötige.
Aktuell befinde ich mich in keinem der beiden Zustände. Mein Eigensinn kann mich positiv unterstützen. Meine Überheblichkeit pusht Stärke. Meine Gefühle unterstützen liebendes Mitgefühl, welches die Stärke aus der Überheblichkeit braucht. Überheblichkeit unterstützt Grenzüberschreitung, liebendes Mitgefühl benutzt Grenzüberschreitung.

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