Samstag, 19. Dezember 2009

arbeitsaufgabe

momentan konzentriere ich mich darauf zu lernen im hier und jetzt zu sein, wodurch sich viele unsicherheiten und unklarheiten auflösen.
auf der anderen seite schaffe ich es nicht immer, und wenn ich es nicht schaffe kommen meine ganzen anderen themen wieder im unschuldsgewand zur geltung. verlustangst, selbstzweifel, das sind meine zwei stärksten antriebskräfte. ich habe euch lieb.
diese beiden antriebskräfte sind vernichtend für mein leben hier. sie arbeiten hand in hand daran mich abzubauen, mich in meine minderwertigkeit und wertlosigkeit zu führen. sie haben angst um mich. sie machen mich strategisch klein und führen dazu, dass ich mich völlig auf mich selbst zurückziehe. auch wenn ich dann kleiner bin als ich bin, sichern sie doch effektiv, dass ich für mich da bin. oder vielmehr das, was sie darunter verstehen für mich da zu sein. das ist das kernproblem. was sie darunter verstehen, für mich da zu sein, das ist nur aus der angst entstanden.
ich will noch viel viel mehr an mir arbeiten, um liebenswerter zu werden, um wertvoller zu werden, um besser zu werden. das ist der daraus entstehende impuls. zusammen mit - ich ziehe mich zurück um die anderen nicht zu belästigen. ich will sie nicht belästigen mit mir. und der impuls hier wegzugehen, woanders weiterzumachen wo die leute sich von mir nicht belastet fühlen und hierher zurückzukommen, wenn ich besser bin.
in meinem herzen sieht es ruhiger aus. harmonischer, geerdeter, im einklang mit mir und meiner umwelt, meiner sangha, meinem alltag. mit einem quentchen unsicherheit und liebesbedürfnis.
meine zimmermitbewohnerin triggert selbstzweifel und verlustangst extrem. hallo mutterprojektion. starke anhaftung. und sie lehnt mich am stärksten ab wenn ich in diesen gefühlen bin. meine mutter hat mich wenigstens gehätschelt wenn ich in dem selbstzweifel unterwegs war.
das heißt, meine nächsten arbeitsprojekte führen weiter in die richtung menschen sehen, wie sie sind. wertschätzung der anderen person wie sie ist. daran mangelts mir in den letzten tagen etwas, es gibt immer so ein paar leute wo ich sofort in meine bewertung reinkomme. letztendlich beruht das darauf, dass ich nicht in mir selbst ruhe, mich über mein umfeld definiere und deswegen über andere werte, weil ich über ihre bewertung mich selbst bewerte. ich tue mich dann mit den leuten zusammen, die qualitäten in sich tragen, die ich wertschätze. und lehne die leute ab, die qualitäten in sich tragen, die ich ablehne in mir selbst.
mit dem herzen bei mir bleiben und in mir ruhen.

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