Montag, 4. Januar 2010

Blick

Über die Entscheidung, hierzubleiben und weiterzustudieren.
Zu meiner plötzlich aufkommenden Angst, nachdem ich mit meiner Schwesterfreundin und meiner Mutter darüber gesprochen habe.
Darüber, wie die Welt außerhalb des buddhistischen Klosters für mich tickt. Wie ich in ihr bin.
Ich sehe ein wunderschön gestaltetes Kunstobjekt.
Hier - hier sehe ich die Welt als Wunder.

Ich bin in meiner Existenzangst, weil ich keine Klarheit darüber habe, wie es weitergeht. Die Zukunft ist total offen, das macht mir Angst. Ich habe keine Kontrolle darüber. Nichtmal die Illusion von Kontrolle bleibt. Nichtmal die Illusion von Klarheit bleibt.
Ich habe ein falsches Verständnis von Klarheit. Klarheit bedeutet für mich emotional zu wissen, wie es weiter geht -> dadurch Kontrolle.
Klarheit aber bedeutet in der Realität offen und frei zu agieren.
Was ich als Klarheit wahrnehme ist Unfreiheit. Ich grenze mich ein, damit ich Sicherheit bekomme. Ich presse meine Zukunft in Konzepte, damit ich es Klarheit nennen kann.

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Zuletzt aktualisiert: 19. Mär, 19:27

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