Sonntag, 10. Januar 2010

...unterstützt durch Bodhisattva-Richtlinien

Die Bodhisattva-Richtlinien helfen uns die Veränderung herbeizuführen

1. Teilen
Teilen hilft uns zu erkennen, dass unser Leid nicht einzigartig ist, dass wir in unserem Leid und in unseren Anhaftungen nicht einzigartig sind. Teilen minimiert Dinge, und was zuerst überwältigend schien verliert nach und nach seine Macht – geteiltes Leid ist halbes Leid. So entstehen Gleichmut und GleichGültigkeit.

2. Disziplin
Höre nie auf – gib nie auf.

3. Geduld
Geduld mit mir und anderen, unterstützt Verständnis und Verzeihung.

4. Anstrengung

5. Gelassenheit und Ruhe (samadhi)
Gelassenheit und Ruhe entstehen aus einem Klick-Moment im Prozess, der nicht ohne die vorherigen Schritte eintritt

6. Klarheit
Klarheit entsteht aus Gelassenheit und Ruhe, dem Klick-Moment heraus.

Die ersten drei Punkte sind aus Thays buddhistischer Sicht Liebe.

Wir können die Dualität in der Mitfreude aufheben.
Trinke morgens deine Tasse Kaffee und freue dich mit mit ihr, dass sie so gut schmeckt, gut riecht, so schön warm ist – einfach da ist.Oder sage zu ihr – Kaffee – heute morgen schmeckst du aber nicht so gut.
Plum-Village-Beispiel – ein Lied singend für eine Blume oder einen toten Vogel. Teilen der Freude – Aufhebung der Dualität.
So können wir schließlich auch Schwierigkeiten mit Freude betrachten, schlichtweg alles, was da kommt. Bodhisattvas lächeln immer – Freude mit allem.

wie Veränderung in unser Leben tritt...

Die Vergangenheit ist vergangen – schaue ins Hier und Jetzt.

1. Beobachtung des Bewusstseins
durch Analyse, intellektuell und emotional; bsp. die Faktoren Scham, Schuld, Angst, Gier, Wert, die unsere Existenz definieren

2. geistige Zustände
Was kommt alles zusammen, damit dieses Gefühl entstehen kann? Jeder unveränderlich wahrgenommene Zustand macht krank, ein positiver Impuls führt oft zur Veränderung und zu Heilung. Wir müssen uns in solchen Momenten neu programmieren, was wir selbst alleine nur schaffen, wenn wir über eine extrem starke Willenskraft verfügen oder besonders eitel sind.

3. alle Situationen sind veränderbar und vergänglich
Wir reproduzieren oftmals Situationen um sie zu verstehen und hecheln so von Erfahrung zu Erfahrung, von Leben zu Leben, weil wir glauben etwas erreichen oder lösen zu müssen. Lebe Hier und Jetzt.

4. Nichts existiert in endgültiger Weise
Wir dramatisieren unser Leben. Wenn einer uns verletzt / verlässt, verletzen / verlassen uns alle – wir lassen unseren Schmerz so groß wie die ganze Welt werden.

5. Alles hat seine Wechselwirkung – nichts ist kontrollierbar.

W-Retreat-Stücke 4

Unsere Existenz/Selbstdefinition wird hauptsächlich durch folgende Gefühle bestimmt:
1. Scham – meist Kompensation durch Disziplin
2. Schuld – meist Kompensation durch Wiedergutmachung
3. Wert – meist Kompensation durch Funktion
4. Angst – meist Kompensation durch Kontrolle
5. Gier (Unsicherheit) – meist Kompensation durch Anhäufung

Bsp definiere ich mich über meine Scham und habe die Annahme, dass Menschen mich auf Grund meiner unheilsamen Vergangenheit ablehnen – egal, was sie positives über mich sagen, ich denke im Hintergrund immer „Wenn ihr wüsstet...“.
Realitätscheck! Ich öffne mein System und offenbare mich – werde ich wirklich abgelehnt? Wenn nicht, gut, Annahme falsch. Wenn doch, auch ok, dann handle ich auf Grundlage der Realität und nicht auf Grund meiner Phantasien. Damit fällt es leichter dann auch loszulassen – ich weiß, ich werde abgelehnt, das ist nichtmehr nur eine Annahme, dann ist es einfacher den Schritt zu machen mich umzudrehen und zu gehen – und mir ein heilsameres Umfeld zu suchen.
Wir müssen den Aspekt, der für uns am wichtigsten ist, auflösen um ein offenes System zu erhalten.
Ich merke, dass ich beispielsweise aus einem Schuldgefühl heraus etwas für andere mache, wenn es mich Energie kostet.
Für wen lebst du? Lebst du für andere – oder lebst du für dich?
10 von 10 Leute leben aus diesem Unwissen heraus, leben für andere und nicht für sich selbst.
Bsp. ich habe meinem Partner einmal Unrecht zugefügt – er hat mich verlassen – aber ich versuche dieses Schuldgefühl am nächsten Partner wiedergutzumachen und zu kompensieren. So reproduziere und übertrage ich diese ganze Situation immer wieder. Ich definiere mich und meine Partnerschaft über dieses Gefühl, das nichts mit der Realität zu tun hat.
Wenn wir etwas wirklich loslassen, kommt es nichtmal als Erinnerung hoch, unser Gehirn hat die Erfahrung „aussortiert“, wir brauchen sie nicht.
Wir Menschen leben unser Unwissen, fühlen uns glücklich und erzeugen so unser eigenes Leid.

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